Eierkocher: Funktionsweise und worauf Sie achten sollten

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei einem Eierkocher um ein elektrisches Haushaltsgerät, mit dem man Eier kochen kann.

Er ist mit einem Heizgerät ausgestattet, über dem der Eihalter angebracht ist. Nach dem Einfüllen einer bestimmten Menge Wasser wird dieses verdampft, wodurch die Eier gegart werden.

Damit der Wasserdampf nicht entweicht, besitzt der Eierkocher eine Haube, die auf das Gestell gesetzt wird. Diese verfügt i.d.R. über ein kleines Loch, welches für ein minimales Entweichen des Wasserdampfes sorgt.

Es gibt grundsätzlich 2 Arten von Eierkochern:

  • Eierkocher mit elektronischer Härtegradeinstellung (immer gleiche Wassermenge)
  • Eierkocher bei denen die Wassermenge abhängig von Anzahl der Eier ist (mit Messbecher)

Während die erstere Funktionsweise etwas komfortabler ist, spart man bei letzteren (noch) mehr Strom und Wasser im Vergleich zum Eierkochen im Kochtopf.

Einen Vergleich aktueller Geräte finden Sie im Eierkocher Test.

Wichtigste Fragen rund um Eierkocher:

 

Worauf sollte man bei Eierkochern achten?

Vor dem Kauf eines Eierkochers sollte man sich Gedanken machen, auf welche Merkmale und Eigenschaften Sie wert legen, um entsprechend das passende Modell mit der richtigen Funktionsweise für Ihren Haushalt zu erwerben. Das Gerät sollte selbstverständlich an die persönlichen Bedürfnisse angepasst sein – alleinlebende Personen und kleine Haushalte benötigen beispielsweise keinen Eierkocher mit einem Fassungsvermögen von sieben Eiern.

Vielmehr eignen sich in solch einem Fall platzsparende Modelle, die eine geringere Menge bei weniger Stromverbrauch zubereitet. In Punkto Kapazität spielt auch die Gerätegröße eine entscheidende Rolle.

Beispielsweise von WMF gibt es Modelle für 2 oder aber auch 7 Eier und können so eher für kleine Haushalte oder auch Familien besser geeignet sein. Mehr erfahren Sie im WMF Eierkocher Vergleich.

Die einfache Bedienbarkeit sollte außerdem beachtet werden: Es ist daher wichtig, dass man mit dem gewünschten Modell gut zurechtkommt. Pragmatische Menschen, die unkompliziert veranlagt sind, möchten wahrscheinlich ihre Eier lediglich in den Kocher legen und den An-Schalter betätigen. Deshalb sollte der Garmechanismus des Eierkochers miteinbezogen werden.

Es können bei Eierkochern zwei Varianten unterschieden werden. Zunächst gibt es die Variante mit integriertem Drehschalter, der für die Bestimmung der Kochzeit verantwortlich ist. Die andere Variante von Eierkochern arbeitet ein wenig komplexer: Die Garzeit hängt von der eingefüllten Wasserenge ab.

Je mehr Eier man kochen möchte, desto weniger Wasser wird benötigt. Eierkocher mit einem derartigen Funktionsprinzip verfügen über einen speziellen Temperaturschalter. Dieser sorgt dafür, dass sich das Heizgerät abschaltet, wenn das eingefüllte Wasser vollständig verdampft ist.

Einige Modelle signalisieren das Garzeitende mit einem Signalton. Mit den letztgenannten Modellen werden größere und experimentierfreudige Haushalte bestimmt sehr zufrieden sein, weil sich durch die Eingabe unterschiedlicher Wassermengen die gewünschten Härtegrade optimal zubereiten lassen.

Soll es morgens ein weichgekochtes und abends ein hartgekochtes Ei (unterschiedliche Härtegrade) sein, wird ein Eierkocher mit dieser Garfunktion die bessere Wahl sein.

Ein bedeutender Aspekt ist außerdem die Reinigung. Nicht nur Eierreste , sondern auch Kalkreste sollten sich möglichst leicht entfernen lassen, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Insbesondere Ein-Mann-Haushalte werden an solchen Geräten Freude haben, bei denen sich die Einzelteile in der Spülmaschine säubern lassen.

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Welche Zubereitung ist besser: im Eierkocher oder im Kochtopf?

Vorteile eines Eierkochers: Sie sind praktisch, bequem zu handhaben und zudem energiesparender als die Zubereitung in einem Kochtopf. Sicherlich ist die Energieersparnis nicht viel höher – dennoch rechnet sich der verminderte Verbrauch nach und nach, sodass man mit einem guten Gefühl einige Cents sparen kann.

Abgesehen vom Strom spart man außerdem Wasser. Lediglich einige Milliliter sind nötig, um das perfekte Frühstücksei zuzubereiten. Stellt man stattdessen einen Kochtopf auf den Herd, muss dieser bis zum Rand mit Wasser aufgefüllt werden. Nach dem Kochen wird dieses zumeist verschwenderisch in den Ausguss geschüttet.

Ein weiterer Vorteil des Eierkochers: seine Schnelligkeit. Auf der Herdplatte muss sich zunächst diese erhitzen, bis dann schließlich der Topf und das Wasser zu kochen beginnen. Der Eierkocher hingegen erhitzt das Wasser direkt. In kürzester Zeit stehen die leckeren Eier dann auf dem Frühstückstisch.

Mit einem Eierkocher, können Eier leichter in exakt der gewünschten Konsistenz zubereitet werden. Der gewünschte Härtegrad lässt sich genauestens einstellen.

Auf dem Herd lässt sich lediglich die ungefähre Kochzeit abschätzen. Letztlich hofft man jedes Mal, dass die Eier die gewünschte Härte haben – sicher sein kann man sich jedoch nicht. Im Grunde weisen Eierkocher daher kaum Nachteile auf.

 

Spare ich mit einem Eierkocher wirklich Wasser und Strom?

Mit einem Eierkocher kann man durchaus sowohl Strom als auch Wasser einsparen. Im Vergleich zu sämtlichen anderen Zubereitungsvorgängen erweist sich der Eierkocher insgesamt am Stromsparendsten. Der Energieverbrauch verläuft linear zur Gardauer und im Durchschnitt verbraucht man bei der Zubereitung von zwei Eiern etwa nur 77 Wattstunden.

Vergleichsweise hoch sind die Werte bei anderen Methoden: Benötigt ein Guss- oder Gaskeramikfeld 301 bzw. 270 Wattstunden für die gleiche Menge, verbraucht ein Induktionsherd sogar etwa 307 Wattstunden. Mit einem Eierkocher können daher bis zu 75 Prozent des Stromverbrauches eingespart werden – ein deutlicher Pluspunkt.

Auch beim Wasserverbrauch überzeugen Eierkocher. Dieser ist im Vergleich zu anderen Garmethoden umso effizienter, je geringer die Garzeit ausfällt. Der Siedepunkt wird durch die Heizplatte des Eierkochers außerordentlich zügig erreicht.

In dieser Hinsicht spielt die Wassermenge eine bedeutende Rolle: Es wird eine geringere Menge benötigt, weil die Eier nicht im Wasserbad gekocht werden, sondern im Wasserdampf gar werden. Dabei gilt sogar: Je mehr Eier man in den Eierkocher platziert, desto geringer die benötigte Wassermenge. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Wasserdampf bei einer höheren Anzahl an einer größeren Oberfläche kondensieren kann.

 

Wie lange braucht ein Eierkocher?

Die Garzeit des Eierkochers hängt von dem gewünschten Härtegrad ab. Je nach Modell lässt sich die Garzeit über die Wassermenge oder einen Drehregler bestimmen. Wird der Grad der Eihärte bei der ersten Variante durch die Menge des Wassers eingestellt, wird bei anderen Modellen hingegen stets die gleiche Wassermenge eingefüllt.

Im Durchschnitt benötigt ein Eierkocher je nach Menge und Härtegrade zwischen fünf und zehn Minuten. Grundsätzlich gilt das Prinzip: Je weniger Wasser verdampft wird, desto kürzer fällt die Garzeit aus.

 

Bereiten Eierkocher harte, mittlere bzw. weiche Eier besser zu als ein Kochtopf?

Mit Eierkochern lassen sich die Eier verlässlich in der gewünschten Konsistenz zubereiten. Bei vielen Eierkocher-Modellen wird der Härtegrad vom Ei über die Wassermenge geregelt. Hierfür wird stets ein Messbecher mit entsprechender Skala mitgeliefert, an dem man die benötigte Wassermenge für weiche, mittelharte oder harte Eier ablesen kann.

Es sollte bedacht werden, dass bereits wenige Millimeter mehr oder weniger den Härtegrad entscheidend beeinflussen können. Wem dieses Prinzip zu störanfällig ist, kann Eierkocher auch mit einer manuellen Härtegradregulierung erwerben. Diese Modelle werden grundsätzlich mit einem randvollen Messbecher gefüllt. Dabei ist es unerheblich, wie viele Eier man kochen möchte.

Den bevorzugten Härtegrad stellt man stufenlos über einen hierfür vorgesehenen Regler ein. Mit einem Eierkocher erhält man also stets das Ei, welches man sich wünscht, auch wenn man bei dem ersten Modell in einigen Fällen ein wenig experimentieren muss.

Wer hingegen sein Ei im Kochtopf kocht, muss zwingend viele äußere Faktoren beachten. Hierzu zählen neben der Größe und dem Gewicht der Eier zudem der gewünschte Härtegrad, die Ausgangstemperatur des ungekochten Eies und die Aufwärmzeit bis zum Siedepunkt. Möchte man ein weiches Ei mit leicht flüssigem Eigelb, beträgt die Kochzeit ungefähr vier bis fünf Minuten.

Bei Wachseiern mit geronnenem, aber noch feuchtem Eigelb benötigt man etwa sechs bis sieben Minuten und bei einem hartgekochten Ei sollte die Garzeit acht Minuten betragen. Doch wer kennt es nicht: Auch wenn man stets die scheinbar gleiche Zeit bemisst, werden die Eier häufig dennoch nicht in der Härte gekocht, wie man es sich wünschen würde.

 

Wie entkalke ich Eierkocher?

Je nach Wasserhärte in der Region kann man es leider nicht verhindern, dass die Heizplatte hin und wieder verkalkt. Kalk stellt bei einem Eierkocher nicht nur unangenehmen Schmutz dar. Es handelt sich zudem um einen wahren Energieverschwender, denn durch die hartnäckigen Ablagerungen wird die Schnelligkeit des Kochvorgangs deutlich reduziert.

Auch wird der Garvorgang negativ beeinflusst und somit unpräziser. Daher ist es in vielerlei Hinsicht wichtig, den Kalk stets zu entfernen. Doch wie stellt man das am besten an?

Es gibt einige Haushaltstipps, mit denen sich selbst starker Kalk gut beseitigen lässt. Essig ist der wohl bekannteste: Je nach Grad der Verschmutzung wird dabei Essigessenz mit Wasser im Verhältnis 3:1 vermischt und anschließend in das Gerät gegeben. Ebenfalls zur Bekämpfung lästigen Kalkes eignet sich Zitronensäure. Entweder presst man eine Zitrone frisch aus oder nutzt einfach fertige Zitronensäure aus dem Supermarkt.

Beim Entkalken muss zwingend beachtet werden, dass die Kalkablagerungen niemals mit Scheuermitteln oder Scheuerhilfen beseitigt werden, weil hierdurch die Beschichtung zerstört wird. Nach dem Reinigungsvorgang muss zudem sichergestellt werden, dass die verwendete Entkalkerlösung wieder rückstandslos von der Heizplatte entfernt wird, bevor wieder Eier zubereitet werden.

 

Was ist ein Mikrowellen Eierkocher?

Wer ohne einen entsprechenden Eierkocher ein Ei in der Mikrowelle zubereiten möchte, wird eine unangenehme Überraschung erleben. Das Ei zerplatzt und hinterlässt nichts als Schmutz. Um dies zu verhindern, gibt es spezielle Geräte, die auch in der Mikrowelle ein Ei optimal zubereiten.

Diese Mikrowellen-Eierkocher arbeiten nach folgendem Prinzip: Der aus einer mikrowellenfesten Kunststoffverkleidung bestehende Kocher besitzt einen Behälter, den man mit Wasser füllen muss. Anschließend wird ein Aluminiumeinsatz sowie das Ei in einem Becher platziert. Nachdem der Deckel geschlossen wurde, gibt man den Eierkocher in die Mikrowelle.

Nun sorgt die Mikrowelle dafür, dass das Wasser auf Kochtemperatur gebracht wird, damit das Ei gegart werden kann. Bereits nach etwa drei bis acht Minuten kann man sein Frühstücksei genießen. Bei der Zubereitung kann der Härtegrad durch die Wattzahl oder die Zeit reguliert werden. Nutzt man eine Leistung von 400 Watt, erhält man im Durchschnitt nach ungefähr sechs bis sieben Minuten ein weichgekochtes Ei – entsprechend länger dauert die Zubereitung für ein hartes Ei. Hier finden Sie eine Auswahl an Mikrowellen Eierkochern.

 

Falls Sie jetzt Lust auf einen Eierkocher bekommen haben, finden Sie hier den aktuellen Vergleich:

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Eierkocher: Funktionsweise und worauf Sie achten sollten
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